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Ein Artikel zur Auseinandersetzung mit chronischen Erkrankungen:

(erschienen im Deutschen Ärzteblatt für Pychol. Psychotherapeuten, 2009, (12), 548-550)

Chronische Erkrankungen – V. Kattermann

 

Eine Buchbesprechung zur Gruppentherapie und Gruppenanalyse:

Neue Wege-Gruppenanalyse – Buchbesprechung

 

Ein neues Buch zu Gruppentherapie und Gruppenanalyse:

Staats, H., Dally, A. & Bolm, T. (Hrsg.) (2014). Gruppenpsychotherapie und Gruppenanalyse. Ein Lehr- und Lernbuch für Klinik und Praxis. V&R (Göttingen).

Gruppentherapie und Gruppenanalyse sind für viele praktisch tätige Psychotherapeuten in doppelter Hinsicht reizvoll: sie beleben nicht nur den Praxisalltag durch die Behandlung einer größeren Zahl an Patientinnen und Patienten, sondern stellen auch eine wirksame und effiziente Form der Behandlung gerade von schwerer und strukturell gestörten Patienten dar. Obwohl die Forschung in der konkreten Identifizierung der oft erstaunlichen Wirkfaktoren der Gruppentherapie langsam fortschreitet, bleiben bis heute doch viele weiße Flecken auf der „Wirksamkeits-Landkarte“. Angesichts der Komplexität und Vielzahl der förderlichen Prozesse im Rahmen einer Gruppentherapie sind theoretische Konzepte zur Einordnung und Operationalisierung besonders gefragt. Das Göttinger Modell zur Gruppenpsychotherapie hat unterschiedliche psychoanalytische und sozialpsychologische Theorien zu einem umfassenden Ansatz vereint, der sich beständig weiter ausdifferenziert und somit auch Antworten auf die Frage bietet, wieso eigentlich Gruppen therapeutisch so gut wirken.

Das jetzt erschienene Lehrbuch der Herausgeber Staats, Dally und Bolm stellt die gruppentherapeutischen Konzepte dieses Modells ausführlich vor und macht damit Lust auf die Nutzung dieses therapeutischen Werkzeugs. Es vereint Aufsätze in sieben Themenschwerpunkten von eher theoretischen bis hin zu sehr praxisorientierten Themen. Das Lehrbuch ist dabei ebenso für ambulante wie für stationäre Settings geeignet. Die ersten Kapitel sind einer ausführlichen theoretischen Diskussion etwa zu Fragen der Abgrenzung von Einzel- und Gruppentherapie, zu Risiken und Nebenwirkungen, zu Übertragung und Gegenübertragung, Regression, Abwehr und Widerstand in Gruppen gewidmet. Im Anschluss daran werden behandlungsrelevante Aspekte für die konkrete Arbeit in der Gruppe thematisiert: etwa Fragen der Indikation, der Beantragung, der Dokumentation oder der Beendigung. Einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Göttinger Methode nimmt das mentalisierungsbasierte Vorgehen ein, das die Bearbeitung struktureller Störungen hilfreich präzisiert und ergänzt. Einhergehend mit dem „Prinzip Antwort“, für das die Göttinger Schule berühmt geworden ist, wird es vorgestellt und diskutiert. Weitere Unterkapitel beleuchten etwa die Arbeit an der Subjekt-Objekt-Differenzierung, an Affektwahrnehmung und Affektdifferenzierung oder auch Konfliktwahrnehmung und Ambiguitätstoleranz. Ein wichtiger Themenbereich des Buches ist schließlich der Arbeit mit spezifischen Patientengruppen und in besonderen Settings gewidmet, wie etwa Suchtkranken-Gruppen, Gruppen für komplex traumatisierte Patienten oder interkulturelle Gruppen. Der Band ist sehr übersichtlich gestaltet und gegliedert, jedes Kapitel endet mit zusammenfassenden und präzisierenden Fragen. So ist das Lehrbuch eine äußerst praxisnahe und wertvolle Hilfe für das Verständnis von Gruppenprozessen ebenso wie für die konkrete und immer wieder wundersame Arbeit mit Gruppen.

Buchrezension von Vera Kattermann / erscheint im Deutschen Ärzteblatt

 

 

 

Dr. Vera Kattermann
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